sieben Tage die Woche geöffnet

MENÜ
Eintrittskarten im Internet
Webshop

Leben gefangen

4. März – 26. Juni 2023

Ein Blick in Verwey und Vashchuk

Die Ausstellung bietet einen Einblick in die intimen Innenwelten zweier Menschen Haarlemse Künstler: Kees Verwey (Amsterdam, 1900 – Haarlem, 1995) und Maria Vashchuk (Kiew, 1985). Verweys Arbeiten werden Gemälden der aus der Ukraine stammenden Maria Vashchuk gegenübergestellt, die sich wie Verwey von ihrer unmittelbaren Umgebung inspirieren lässt.

Kees Verwey (Amsterdam, 1900 – Haarlem, 1995) ist vor allem für seine (Selbst-)Porträts und monumentalen Atelierarbeiten bekannt. Inspiriert von seinem wichtigsten Lehrer Henri Boot entdeckte er alltägliche Gegenstände aus seiner unmittelbaren Umgebung und deren wechselseitige Ordnung als unerschöpfliche Quelle für seine Arbeit. Auch die Vorbilder seiner Maler waren oft Menschen aus seinem engeren Umfeld. Stilistisch suchte er immer wieder nach anderen Lösungen und experimentierte insbesondere mit einem Stil, in dem er Impressionismus und Expressionismus zusammenbrachte. Weniger bekannt sind seine frühen Gemälde mit intimem, fast traumhaftem Charakter. Die Werke dieser Kategorie strahlen eine Atmosphäre eines liebevollen, häuslichen Lebens aus einer vergangenen Zeit aus.

Maria Vashchuk (Kiew, 1985) ist ursprünglich ausgebildete Psychologin und interessiert sich für Verbindungen zwischen Individuen – oder deren Fehlen. Seit Beginn ihrer Ausbildung zur Künstlerin im Jahr 2014 thematisieren Vashchuks glatt gemalte Kunstwerke Themen wie die Vergänglichkeit oder Vergänglichkeit des Lebens und was es bedeutet, irgendwo zu Hause zu sein. Ihre Bilder, entstanden in ihr Haarlemse studio, scheinen uns einen Einblick in alltägliche Szenen aus dem heutigen Familienleben zu geben. Die fotografischen Momentaufnahmen, die ihren Gemälden zugrunde liegen, zeigen jedoch oft Freunde und Verwandte aus Kiew, für die Vashchuks Haus in Kriegszeiten nur eine Notunterkunft ist. Sie lässt die Gesichter der Figuren in ihren Bildern weg.

Leben gefangen zeigt, dass beide Künstler eindeutig Vertreter unterschiedlicher Generationen sind. Die Aktivitäten der Figuren in den Gemälden entsprechen der Zeit, in der sie leben. Die Art und Weise, wie diese Künstler die Menschen auf der Couch liegen lassen, nachdenklich nach vorne schauen oder ein Nickerchen machen, lässt uns jedoch erkennen, dass einige Aspekte des Lebens menschlich und zeitlos sind.

Diese Ausstellung wurde teilweise durch den Fonds Van Zanten und die Gemeinde ermöglicht Haarlem.