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D(R)AAD

bis 28. April

D(R)AAD unterstreicht die Kraft der Stickerei als eine Form des Widerstands und der Heilung von Traumata. Die Ausstellung ist Teil von Loslassen und schätzen, eine neue Reihe transhistorischer Kunstausstellungen. Der historische Befreiungsrock von 1946, zu sehen in der Dauerausstellung Alle Haarlemmers diente als Inspiration. D(R)AAD verbindet historische Stickerei mit moderner Kunst und konzentriert sich auf soziale Stickinitiativen.

Stickereien wurden im Laufe der Jahrhunderte vielfältig eingesetzt, unter anderem zum nützlichen Zusammenfügen oder Reparieren von Stoffen, zur Dekoration und als Statusausdruck. Allerdings ist die politische Bedeutung der Stickerei weniger bekannt: Sie kann ein Ausdruck des Protests sein und eine Möglichkeit, sich unter schwierigen Umständen Gehör zu verschaffen. Stickereien können auch dabei helfen, Traumata zu verarbeiten und Trost in Zeiten von Konflikten, Krankheiten und Gefangenschaft zu spenden.

Handstickereien erfreuen sich heutzutage vor allem bei der jüngeren Generation wieder großer Beliebtheit, inspiriert durch soziale Medien wie Instagram und Pinterest. Diese Kanäle machen es einfach, Arbeit zu teilen und eine eigene Plattform zu erstellen. Die jahrhundertealte meditative Tradition der Stickerei mit ihrer nachhaltigen Technik dient als Inspiration für die heutigen Hersteller und steht in scharfem Kontrast zu unserer schnelllebigen und sich ständig verändernden Zeit.
D(R)AAD lädt Sie ein, die Kraft der Nadel als Instrument für soziales Engagement und persönliche Heilung zu entdecken und bietet so einen einzigartigen Einblick in die Geschichte und zeitgenössische Praxis der Stickerei als Protest und Heilung.

Teilnehmer der Ausstellung sind: Maya Amer, Monika Auch / Stitch Your Brain, Andrea Dezso, Feministische Handwerksparty, Feine Zellenarbeit, Marian Jongsma, Klaas Rommelaere, Lilly Lulay, Anne Verhoijsen

Die Eröffnung

Die feierliche Eröffnung von D(R)AAD fand am 26. Januar statt. Gastkuratorin Kim Knoppers und Regisseurin Laura van der Wijden eröffneten den Abend. Die teilnehmende Künstlerin und Ärztin Monika Auch hielt einen kurzen Vortrag über ihre Forschung „Stitch your Brain“ über die Intelligenz unserer Hände und den Einfluss von Kreativität auf Gesundheit und Wohlbefinden. Den ganzen Abend über wurde Anna Verhoijsens Performance „Splitzij“ gezeigt, bei der vier Männer gemeinsam eine Tischdecke bestickten und damit traditionelle Geschlechterstereotypen in Frage stellten. Die vielen begeisterten Besucher und die Anwesenheit der Trägerin des historischen Befreiungsrockes aus der Dauerausstellung All Haarlemmers haben diesen Abend zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Fotos der Eröffnung finden Sie hier

Aktivitäten

Workshop-Reihe: Holen Sie sich den D(R)AAD – VOL
28. März, 4., 11., 18. und 25. April
10.00-12.00 Stunden
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